Die Schüler der Graffiti-Gruppe von der AVH sprühen gemeinsam mit Michael Weiß draußen im hinteren Pausenhof der Schule auf großen Holzplatten. Das Motto dabei lautet: „Sprayen gegen Rechts“

Michael Weiß dazu:

“Das, was nicht in Worten gesagt werden kann, wird mit der Kunst beschrieben.”

Die Schüler zeichnen Schablonen/Motive wie ineinandergreifende Hände, einen Menschen aus Puzzlemotiven oder Slogans gegen Rassismus. Sie dürfen die Zeichnungen sowie die Farben Rot, Blau und Grün selbst aussuchen. Später bekommen sie Schutzmasken und Handschuhe verteilt und bekommen erklärt, wie man richtig mit den Sprühdosen sprüht. Richtig sprüht man nämlich, indem man schräg sprüht, weil es sparsamer ist.

Vorarbeiten an der SprühschabloneDie Meinung der Schüler zur Kunst ist, dass sie der Aussage von Michael Weiß zustimmen und finden, dass man mit Kunst Gefühle stärker ausdrücken kann. Wir haben zwei Schüler der Gruppe interviewt. Diese berichten, dass es sich gut und anfangs aufregend anfühlt zum ersten Mal zu sprühen.

E. empfindet es folgendermaßen: “Man kann Gefühle ausdrücken wie Frieden und Verständnis. Dazu benutze ich friedliche Farben wie Hellblau, Blau, Gelb sowie Orange. Um allen zu zeigen, dass alle nur Menschen und gleich sind. Und deshalb in Frieden leben können.”

R. ergänzt: “Es ist oftmals besser ein Bild vor Augen zu haben und es aus der eigenen Perspektive zu betrachten und sich seine eigenen Gedanken zu machen. Ich kann beim Sprayen meine Wut friedlich ausleben. Wir malen ineinandergreifende Hände. Den Hintergrund machen wir in himmelblauer Farbe. Er symbolisiert die Welt. Darauf sprayen wir die Hände in unterschiedlichen Farbtönen. Damit möchten wir zeigen, dass es immer noch Rassismus auf der Welt gibt und wir selbst finden, dass die Hautfarbe nichts über den Menschen aussagt.”

Autorinnen: Nesibe und Maide

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1 Kommentar

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    Auch die Graffities sind super schön geworden. Die Platten werden nach den Ferien im Schülerarbeitsraum aushängen. Dort könnt ihr sie dann ausführlich betrachten.

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