Religion und Sexualität haben nichts miteinander zu tun? Doch! Und zwar ziemlich viel. Das wurde im Projekt deutlich, das unter der Überschrift „Aufklärung“ durchgeführt wurde.

Am ersten Tag beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Religionen und hier vor allem dem Islam. Am zweiten Tag ging es dann um das bunte Feld menschlicher Sexualität und Identitäten. Und an beiden Tagen wurde klar: die Gemeinsamkeiten zwischen uns sind viel größer als wir ahnen.

Workshop „Aufklärung über den Islam und andere Religionen“

Dieser erste Tag wurde unter anderem von Frau Dollinger betreut. Dabei ging es nicht nur um den Islam, sondern um Religion allgemein. Anhand von Texten wurden die unterschiedlichen Religionen verglichen und dabei festgestellt, dass alle Religionen das gleiche Ziel haben. Dieses Ziel ist, dass alle Menschen auf der Erde friedlich miteinander leben.

Später ging es z.B. um die Säulen des Islam oder um die Religionsfreiheit, die wir in Deutschland zum Glück haben. Die Diskussionen und Beispiele machten den Teilnehmern deutlich, dass es die Religionsfreiheit bei uns tatsächlich gibt und wie wichtig das ist.

Workshop „Vielfalt“

Durch Tag 2 führten vier Gruppenleiter/-innen der IHS (Initiativgruppe Homosexualität Stuttgart). Nach einer kurzen Vorstellungsrunde folgte die Begriffsklärung von „LSBTTIQA“. Die Buchstaben stehen nämlich für Lesbisch Schwul Bisexuell Transsexuell Transgender Intersexuell Queer Pansexuell Asexuell. Für diese Community ist die IHS Ansprechpartner.

Im Anschluss wurde das „ICH / ICH NICHT – Spiel“ gespielt, den Schüler/-innen sollte damit bewusst gemacht werden, dass alle Menschen mal in einer Situation die Minderheit sind. Es wurden verschiedene Entscheidungsfragen gestellt, die sie „stumm“ beantworten mussten. Die Antwortmöglichkeiten waren „habe ICH (schon einmal) gemacht“ oder „habe ICH (noch) NICHT gemacht“. Danach wurde dieses Spiel kurz reflektiert, indem die Teilnehmer/-innen sagen sollten, wie sie sich als (Teil der) Minderheit gefühlt haben. Das zweite Spiel hieß „Queersalat“, in Anlehnung an das bekannte Kinderspiel „Obstsalat“.

Später wurden im Stuhlkreis noch verschiedene Vorurteile besprochen. Solche Vorurteile waren beispielsweise, dass alle Frauen mit kurzen Haaren sogenannte „Kampflesben“ sind oder dass homosexuelle Männer pädophil sind. Danach gab es jede Menge Fragen, die sowohl von den Gruppenleiter/-innen oder gar von anderen Teilnehmer/-innen gewissenhaft beantwortet wurden.

Das Feedback zu diesem Workshop war am Ende sehr positiv. Sowohl von den Mitarbeiter/-innen der IHS, als auch von den Schüler/-innen der AvH.

 

Zum Text beigetragen haben: Sophia Bühler, Leonie Seeger, Manuel Gerst und Niclas Palesch

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